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Wellington , Neuseeland

Neu zugewanderte Migranten besuchen eine Marae Die Regionale Ansiedlungsstrategie für den Großraum Wellington

Neuseeländische Einwanderungsbehörde, Arbeitsministerium

May 31, 2012

Ein kooperativer Ansatz, der Neuankömmlinge mit der indigenen Bevölkerung des Landes, den M?ori, bekannt macht.

Kia Ora. Willkommen in Aotearoa – Neuseeland. Für Pau Thang und seine Familie, die vor kurzem aus Myanmar nach Wellington gekommen sind, bot sich beim traditionellen Willkommen in Neuseeland auch die Gelegenheit, die Kultur und die Menschen in ihrer neuen Heimat in ihrer örtlichen Marae – dem M?ori-Versammlungshaus – kennenzulernen.

„Wir freuen uns sehr darüber, denn wir konnten zum ersten Mal etwas über die Kultur der M?ori erfahren, deshalb hat es uns wirklich gefallen“.

Das Marae-Willkommens-Programm wird über die Dienste für Neuzuwanderer in Wellington angeboten und richtet sich an Personen, die weniger als fünf Jahre in Neuseeland leben. Es ist ein wichtiges Element der breiter gefächerten Regionalen Ansiedlungsstrategie für den Großraum Wellington (WRSS). Die letzte Volkszählung 2006 ergab, dass etwa 23 Prozent der Einwohner in der Region im Ausland geboren wurden. Etwas mehr als ein Viertel dieser Gruppe waren Neuzuwanderer.

Neuzuwanderer willkommen heißen

Das Marae-Willkommens-Programm bringt Neuzuwanderer in Neuseeland mit der indigenen Bevölkerung in Kontakt und trägt dazu bei, dass sie die Bedeutung der Maori-Kultur in Neuseeland kennenlernen und verstehen. Zu den Programmaktivitäten gehören Informationsseminare zum Vertrag von Waitangi (dem Gründungsdokument des neuseeländischen Staates) und über Kultur, Sprache und Geschichte der M?ori. Um die Sprachbarriere zwischen den Teilnehmern zu überbrücken, stehen Dolmetscher zur Verfügung.

Die Programmaktivitäten ermöglichen praktische und auch kulturelle Einblicke. Beispielsweise werden durch einen Überblick über kaitiakitanga(die Rolle der M?ori als Umweltschützer) die Gebräuche der M?ori im Hinblick auf die Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur erläutert. Gleichzeitig werden die Neuzuwanderer über die Fischereiabkommen des Landes informiert.

{Rechts} Programmaktivitäten in der Pipitea Marae in Wellington

Die Zeiten ändern sich

„Aotearoa (Neuseeland) ist heute anders als vor 10, 20 oder 30 Jahren“, stellte Mahara Okeroa, ein geachteter Stammeshäuptling und früheres Parlamentsmitglied, fest. „Heute heißen wir die Menschen willkommen, wie wir sollten … Ich beglückwünsche die Initiative.“

Das Programm für Zuwandererbesuche in einer Marae wird in jeder der fünf teilnehmenden Kommunen von den örtlichen Behörden und M?ori-Iwi in Partnerschaft durchgeführt. Die Führer der Marae arbeiteten mit WRSS-Beratern der Behörden zusammen, um optimale Erfahrungen für Neuzuwanderer und einen sinnvollen Dialog mit der M?ori-Bevölkerung zu gewährleisten. Die Kommunen informierten darüber und warben über die Koordinatoren, die bei jeder Stadtverwaltung für die Unterstützung von Neuzuwanderern bei der Ansiedlung vor Ort zuständig sind, für die Teilnahme an dem Programm.

Die Früchte ernten

„Vielen Dank für diese großartige Gelegenheit, mehr über die Kultur in meiner neuen Heimat zu erfahren“, sagte die neu zugewanderte Anika aus den Niederlanden.

Es gibt enthusiastische Rückmeldungen von den Teilnehmern und ihren M?ori-Gastgebern. Die Marae vor Ort wird berichten, dass ihre Erfahrungen ihnen dabei geholfen haben, mit den Zuwanderergemeinschaften in Kontakt zu bleiben. Mehrere Marae haben sogar eine Willkommenskomponente für neue Zuwanderer bei ihren alljährlichen Aktivitäten zum Waitangi-Tag, der an die Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi erinnert, eingeführt.

Das Partnerschaftsmodell hat auch die Verbindungen zwischen den Kommunen und den Marae vor Ort gestärkt und einen wertvollen Rahmen geschaffen, in dem alle Parteien zusammenkommen und die Auswirkungen der Migration und der sich verändernden demografischen Zusammensetzung der Gemeinschaften vor Ort diskutieren können – mitunter mit unbeabsichtigten Folgen.

Nach der Teilnahme an einer Willkommensveranstaltung in Wellington City dachte ein Mitglied des Te Awe M?ori Business Network über den Wert der internationalen Qualifikationen und Verbindungen der Neuzuwanderer im Raum nach. Daraus ergab sich eine Partnerschaft des Te Awe M?ori Business Network mit der Stadtverwaltung von Wellington City für die Durchführung einer Geschäftsmesse zur Herstellung von Kontakten zwischen M?ori und Geschäftsleuten aus der chinesischen Gemeinschaft. Erfolg spricht sich herum: Derzeit wird eine ähnliche Veranstaltung mit der Gemeinschaft indischer Geschäftsleute vorbereitet.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Sorgen Sie für einen guten Programmstart. Engagiertes Personal für die kommunale Entwicklung und gezielte Marketingstrategien tragen dazu bei, dass Neuzuwanderer Kontakt zu dem Programm aufnehmen.
  • Die Einbeziehung aller Interessengruppen bei der Programmgestaltung fördert die Akzeptanz. Ermöglichen Sie kommunalen Interessenvertretern, den Inhalt und den Typ des Programms, das angeboten wird, so zu gestalten, dass darin die Bedürfnisse und Perspektiven vor Ort zum Ausdruck kommen.
  • Die Fortsetzung des Dialogs ist Teil des Aufbaus von Beziehungen. Marae und Kommunalbehörden aus der ganzen Region nahmen an regionalen Veranstaltungen teil, auf denen sie über das von ihnen mitgestaltete Programm berichteten und ihre Erfolgsgeschichten austauschen konnten.

Maytree