Arbeiten

Toronto, Kanada

Wirtschaftsrecht für Unternehmer mit Migrationshintergrund

Connect Legal

April 25, 2014

Bessere Unternehmensergebnisse durch Rechtsberatung für Unternehmer mit Migrationshintergrund

Ein kleines Unternehmen oder ein Geschäft zu gründen, ist überall eine Herausforderung – in jeder Volkswirtschaft und unabhängig vom Steuer- oder Rechtssystem. Es ist eine Sache, eine gute Idee zu haben, aber eine ganz andere, die Risiken und Fallstricke einer Existenzgründung zu bewältigen.

Der durchschnittliche Unternehmer mit Migrationshintergrund verfügt über die Initiative, den Elan und die Bereitschaft, hart zu arbeiten, die Voraussetzungen für den Erfolg sind. Aber beherrscht er auch die Risiken, und versteht er die Rechtsstrukturen eines für ihn neuen Landes? Dies ähnelt der Situation, eine neue Sprache sprechen zu müssen.

Sanjay Pandrala weiß über all dies genau Bescheid. Er hatte in Indien Erfahrungen im Gartenbau gesammelt und träumte davon, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Er hatte auch bereits die in der Provinz Ontario in Kanada vorgeschriebenen Genehmigungen für seine Firma erhalten. Doch dann geriet er in Probleme. Als es darum ging, in der Praxis den Betrieb aufzunehmen – Anmeldung, Verträge und Ähnliches –, verirrte Pandrala sich im kanadischen Rechtssystem.

Glücklicherweise erhielt er Hilfe, als er sie am meisten benötigte. Eine einzigartige Rechtsberatung mit Sitz in Toronto mit der Bezeichnung Connect Legal machte ihn mit ihrem Programm zur Vermittlung eines kostenlosen Anwalts bekannt. Dank eines freiwillig gemeinnützig arbeitenden Anwalts von einer großen Torontoer Kanzlei, der ihm half, die maßgeschneiderten Verträge aufzusetzen, die er für den Betrieb seines Unternehmen benötigte, hatte seine neue Firma für Schädlingsbekämpfung, Gartenbau und Handel kurze Zeit darauf die Geschäftstätigkeit aufgenommen.

„Ohne Connect Legal hätte ich meine Geschäftstätigkeit nicht aufnehmen können“, sagte Pandrala in der Rundfunksendung Metro Morning von CBC Radio.

Dienstleistungen für neue Unternehmer

Connect Legal wurde im März 2010 von Marion Annau, einer Fachanwältin für Unternehmensdienstleistungen, in Toronto gegründet. Die Firma fördert das Unternehmertum von Migranten, indem sie Seminare zum Thema Wirtschaftsrecht und kostenlose („pro bono“) Rechtsberatung zu Wirtschaftsthemen für Unternehmer mit Migrationshintergrund, die über geringe Ressourcen verfügen, anbietet.

Viele Zuwanderer werden durch Zufall zum Unternehmer. Eine Untersuchung der kanadischen Statistikbehörde ergab 2010, dass 33 Prozent der selbstständigen Zuwanderer wegen fehlender Beschäftigungsmöglichkeiten im Erwerbsarbeitsmarkt den Weg in die Selbstständigkeit wählten, verglichen mit gerade einmal 20 Prozent der Selbstständigen ohne Migrationshintergrund.

Dies macht die Dienstleistungen des gemeinnützigen Unternehmens Connect Legal umso wichtiger für Neuankömmlinge.

„Ich verstehe die Komplexität rechtlicher Anforderungen“, sagte Annau. „Für Menschen, die nicht in unserem Rechtssystem aufgewachsen sind und Englisch als Zweitsprache sprechen, wären sie noch undurchsichtiger.“

Annau leitete das Geschäftsmodell von Connect Legal aus ihrer Arbeit in New York City bei einer Organisation namens Volunteer Lawyers for the Arts (VLA) ab. Wie andere amerikanische Rechtsberatungsfirmen, die Dienstleistungen für ressourcenschwache Gruppen anbieten (beispielsweise das North Carolina Lawyers for Entrepreneurs Assistance Program), stützt sich VLA auf freiwillig gemeinnützig arbeitende Anwälte, die kostenlose rechtliche Unterstützung für Personen bieten, die sich sonst keinen Anwalt leisten könnten.

Nach der Rückkehr nach Toronto nahm Annau Kontakt zu der für gemeinnützige Tätigkeit zuständigen Person in der Kanzlei McCarthy Tétrault LLP auf, in der sie ihre berufliche Laufbahn begonnen hatte, und fand dort Unterstützung für die gemeinnützige Firma, die sie gründen wollte. Andere profilierte Kanzleien schlossen sich an.

Ein zweigleisiges Konzept

Kunden wie Pandrala haben auf zweierlei Weise Kontakt zu Connect Legal. Erstens werden über die Partnerschaften von Connect Legal mit lokalen Gemeinschaftsorganisationen, gemeinnützigen Organisationen und Bildungseinrichtungen mit bestehenden Programmen für die Unterstützung von Kleinbetrieben in Frage kommende Unternehmer ermittelt. Wenn diese Organisationen die Geschäftsidee auf ihre potenzielle Rentabilität überprüft haben, kann der Möchtegern-Unternehmer an den Seminaren zum Wirtschaftsrecht von Legal Connect teilnehmen, die auf Unternehmer und Inhaber von Kleinbetrieben ausgerichtet sind.

Für Kunden, deren Firmen weitergehende Unterstützung benötigen und die weniger als zehn Jahre in Kanada sind, bietet Connect Legal darüber hinaus das Programm zur Vermittlung eines kostenlosen Anwalts an. Personen, die sich erfolgreich für dieses Programm beworben haben, werden mit einem freiwillig gemeinnützig tätigen Anwalt aus dem gut etablierten Fachleutenetzwerk von Connect Legal in Kontakt gebracht. Jeder Anwalt arbeitet persönlich mit dem Kunden/Unternehmer, um konkrete rechtliche Probleme im Zusammenhang mit dem Wachstum von dessen Firma zu lösen. Dies umfasst, Verträge aufzusetzen, Genehmigungen zu beantragen und Vereinbarungen auszuhandeln, die für die Gründung und den Aufbau des Betriebs erforderlich sind.

„In meinen Seminaren sage ich immer, dass es sich damit wie bei den Regeln im Fußball verhält“, sagte Annau. „Wenn alle versuchen, Fußball zu spielen, und niemand die Regeln kennt, wird es das schlechteste Fußballspiel aller Zeiten.“

Der Zweck des Wirtschaftsrechts sei, fuhr Anna fort, ein Spielfeld zu schaffen, auf dem jeder die Regeln kennt: „Wenn man die Regeln nicht kennt, verstößt man entweder sofort dagegen, oder man führt sein Unternehmen ineffizient.“

Erfolg

Seit der Gründung von Connect Legal im Jahr 2010 hat die Rechtsberatung im Großraum Toronto in ihren Seminaren und mit dem Programm zur Vermittlung eines kostenlosen Anwalts mehr als 700 Besitzer von Kleinunternehmen unterstützt. Sie hat dabei mit einem wachsenden Netzwerk von Gemeinschaftspartnerschaften zusammengearbeitet, dem auch das Centennial College, Microskills Development Canada, das Newcomer Centre of Peel und das Canadian Youth Business Foundation Newcomer Program angehören. Im Programmjahr 2012 nahmen 380 Unternehmer an insgesamt 33 Seminaren zu Rechtsthemen teil.

Für Unternehmer mit Migrationshintergrund, die sonst keinen Zugang zu Rechtsberatung gehabt hätten, wurden Hunderte Stunden unentgeltlicher Dienstleistungen erbracht. Gleichzeitig gaben die befragten teilnehmenden Anwälte ausnahmslos an, mehr Pro-Bono-Arbeit für diese Neukanadier mit Unternehmungsgeist leisten zu wollen

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Frühzeitige Interventionen sparen Zeit und Geld, verringern die Risiken und erhöhen die Aussichten auf unternehmerischen Erfolg.
  • Hochqualifizierte Freiwillige und Pro-Bono-Dienstleistungen bieten etablierten Unternehmen einzigartige Möglichkeiten, Fachkenntnisse in Bezug auf spezielle Kundengruppen zu erwerben.
  • Ermuntern Sie erfolgreiche Kunden, über Ihren Erfolg zu berichten und andere in der größeren Gemeinschaft zu inspirieren.
  • Persönliches Mentoring hilft, Vertrauen entstehen zu lassen und den Glauben an den zukünftigen Erfolg zu stärken.

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