Verbinden

Toronto, Kanada

Bürger fördern die Staatsangehörigkeit

Institute For Canadian Citizenship

March 24, 2011

Feierliche Verleihungen der Staatsangehörigkeit schweißen Gemeinschaften zusammen

Building Citizenship ceremony at Rideau Hall in Ottawa, includes Governor General, His Excellency, David Johnston, Madame Adrienne Clarkson, former Governor General of Canada and Founder & Co-Chair of the ICC. Photo credit Eva Hadhazy

Vor zehn Jahren wurde Shiv kanadischer Staatsbürger. Es war der letzte Schritt auf einem langen und gefühlsbeladenen Weg, der ihn von seiner Heimat in Sri Lanka bis zu seinem neuen Wohnsitz in Kanada führte.

Die Zeremonie war eine bewegende, aber förmliche Angelegenheit in einem Verwaltungsgebäude. Sie wurde von einem speziellen Richter geleitet, der sowohl den Einbürgerungseid abnahm als auch ihm die Urkunde überreichte.

Als sein Bruder Ram kürzlich den Einbürgerungseid ablegte, sah die Zeremonie ganz anders aus. Sie fand auf dem Gelände der örtlichen Grundschule statt, viele Leute waren anwesend, und die Stimmung war sehr feierlich. „Das war sehr schön, denn Ram konnte seine neuen Nachbarn kennen lernen und mit ihnen feiern. Alle hatten etwas zu essen mitgebracht, es wurde Musik gemacht, und viele erzählten ihm und den anderen zehn Zuwanderern, die den Eid ablegten, ihre eigenen Geschichten“, berichtete Shiv.

Dieser Unterschied geht auf die Arbeit des Institute for Canadian Citizenship (ICC) und sein Programm „Building Citizenship“ zurück, das darauf abzielt, neue und alteingesessene Kanadier zusammenzubringen, indem es Gemeinschaftsfeierlichkeiten im Zusammenhang mit der Verleihung der Staatsangehörigkeit fördert. Das ICC erfüllt damit die altehrwürdige kanadische Tradition des Stolzes auf die Staatsangehörigkeit mit neuem Leben und vermittelt diesen Stolz auch den Gemeinschaften der Neuankömmlinge.

Ein neuer Anfang
Im Verhältnis zu seiner Bevölkerung nimmt Kanada mehr neue Zuwanderer auf als jedes andere Land auf der Welt. Jedes Jahr kommen mehr als eine Viertelmillion Zuwanderer nach Kanada.

Die feierliche Verleihung der Staatsangehörigkeit hat in Kanada hohen Stellenwert und ist ein gesetzlich vorgeschriebener Teil des Einbürgerungsprozesses. Sie ist auch ein formeller Akt, den die kanadische Regierung nutzt, um neue Kanadier in der Familie aller Kanadier willkommen zu heißen und zu würdigen, dass die Neuankömmlinge die mit der Aufnahme in diese Familie verbundenen Rechte und Pflichten anerkennen. Das kanadische Ministerium für Staatsangehörigkeit und Einwanderung führt jedes Jahr durchschnittlich 2.500 Feiern zur Verleihung der Staatsangehörigkeit durch.

Das ICC führte die feierlichen Verleihungen der Staatsangehörigkeit auf Gemeinschaftsebene ein, um Zuwanderern das Gefühl der Isolation zu nehmen, das sie als Neuankömmlinge häufig empfinden. Um die Distanz zu den anderen Mitgliedern der Gemeinschaft zu verringern, hat das ICC in seinem Dienstleistungsmodell explizit die Beteiligung von Partnern aus der Gemeinschaft an der Durchführung der Feiern zur Verleihung der Staatsangehörigkeit vorgesehen. Anwohner und Gemeinschaftsgruppen planen jede Feier und richten sie aus. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass jede zu einem einzigartigen Ereignis wird, das die spezifische und häufig von Vielfalt geprägte Kultur der jeweiligen Gemeinschaft widerspiegelt. Die gesamte Gemeinschaft nimmt an diesen Feiern zur Verleihung der Staatsangehörigkeit Anteil.

ICC in Halifax
Beim ICC in Halifax

Das im Juli 2006 eingeführte Programm „Building Citizenship“ baut ein nationales Netzwerk lokaler Staatsangehörigkeitskomitees auf und richtet Feiern aus, die persönlicher sind und die örtliche Gemeinschaft widerspiegeln. Gruppen können die Feiern in öffentlichen Räumlichkeiten wie Schulen, Gemeinschaftszentren, Parks und Büchereien ausrichten. Die Teilnehmer werden gebeten, die Feiern durch besondere Beiträge wie Tanz- oder Musikaufführungen zu bereichern, um sie zu etwas Besonderem und erinnerungswürdig zu machen.

Vor einer ICC-Feier treffen sich die Teilnehmer zu Diskussionsgruppen am Runden Tisch, um zu besprechen, welche Relevanz die Staatsangehörigkeit und die Gemeinschaft für sie haben. Neubürger werden auch ermuntert, Staatsangehörigkeitskomitees beizutreten, um ihre Erfahrungen einzubringen und an der Planung von Feiern für zukünftige Staatsangehörigkeitskandidaten mitzuwirken.

Das Programm „Building Citizenship“ erhält Mittel von der Bundesregierung und aus Spendenaktionen, um das Personal zu unterstützen, und das ICC stellt Ressourcen bereit. Die Organisationskomitees werden aufgefordert, bei Bedarf die Kostenträgerschaft für die Raummiete und Erfrischungen zu übernehmen , aber sie erhalten Unterstützung und Orientierungshilfe zu der Frage, wie sie vorgehen sollten, um gewählte Volksvertreter, Gemeinschaftsgruppen und andere zu bitten, mit Geldspenden zu diesen Unkosten beizutragen.

Ausblick

Das Programm „Building Citizenship“ ist das Aushängeschild des ICC. Die Organisation wurde von Adrienne Clarkson, einer Adrienne Clarkson, a former früheren kanadischen Generalgouverneurin, gegründet und dem Gedanken gewidmet, dass die Staatsangehörigkeit etwas ist, das die Bürger bindet und verbindet, das aber von der Gemeinschaft auch gepflegt und gemeinsam erlebt werden muss.

Zu den sonstigen Programmen des ICC zählt der „Cultural Access Pass“, mit dem Neukanadier freien Eintritt in wichtigen kulturellen Einrichtungen in Kanada haben, in denen sie etwas über die nationale Kultur erfahren können. Der Pass war bislang in Kommunen in der Provinz Ontario erhältlich und wurde kürzlich auch in Montreal eingeführt. Das ICC plant, ihn landesweit verfügbar zu machen.

In der kurzen Zeit von drei Jahren ist das ICC enorm gewachsen. Sein Netzwerk umfasst jetzt 24 Staatsangehörigkeitskomitees in ganz Kanada. Ab Oktober 2009 stellt ein neues Pilotprojekt mit der Bezeichnung „Building Citizenship: Change for Change“ den Komitees jeweils 1.000 kanadische Dollar zur Verfügung, mit denen über die Feiern zur Verleihung der Staatsangehörigkeit hinaus das staatsbürgerschaftliche Engagement von neuen und eingesessenen Bürgern gefördert werden soll.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Das Programm „Building Citizenship“ war eine Überarbeitung eines bestehenden Programms mit dem Ziel, dieses so umzugestalten, dass es die die Gemeinschaft besser widerspiegelte und alteingesessene sowie Neubürger darin eingebunden wurden.
  • Wird in Ihrer Gemeinschaft ein Programm bereits durchgeführt, das erweitert werden könnte, sodass es inklusiver wird und größere Wirkung erzielt?
  • In einem Programmkonzept einen Mechanismus für Rückmeldungen vorzustehen, verbessert die Qualität der Programmentwicklung und die Ergebnisse für alle Akteure – Kunden und Geldgeber.
  • Die Staatsangehörigkeit ist mehr als eine Bescheinigung der Nationalität, die man hat. Was tut Ihre Organisation oder Gemeinschaft, um Ihre Arbeit oder Ihre Gemeinschaft inklusiver zu machen?

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Kontakt:

Claire Reid
Institute for Canadian Citizenship
260 Spadina Avenue, Suite 500
Toronto, Ontario, Canada,
M5T 2E4
416 593 6998
creid (at) icc-icc.ca
http://www.icc-icc.ca

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