Arbeiten

Calgary , Kanada

In den Arbeitsvermittlungsforen in Calgary können direkte Kontakte geknüpft werden

Stadtverwaltung von Calgary, Personalabteilung

September 21, 2012

Arbeitsuchende Migranten werden den Personalverantwortlichen der Stadtverwaltung direkt vorgestellt

Nach Auskunft von Cheryl Goldsmith, Personalsachbearbeiterin bei der Stadtverwaltung von Calgary, möchten viele Zuwanderer, die nach Kanada kommen, gern für Stadtverwaltungen arbeiten, weil Arbeitsplätze bei Behörden in ihren Herkunftsländern sehr angesehen sind.

Die Herausforderung besteht ihr zufolge darin, sicherzustellen, dass diejenigen, die sich bei der Stadtverwaltung enthusiastisch um eine Stelle bewerben, auch in der Lage sind, die entsprechende Arbeit zu leisten.

Zu diesem Zweck gingen Frau Goldsmith und ihre Kollegen eine Partnerschaft mit dem Rat für Zuwanderer (Immigrant Sector Council of Calgary – ISCC) ein und starteten das Immigrant Employment Partnership Project. Ziel des Projekts ist, „Beschäftigungsmöglichkeiten für Neuankömmlinge und andere Interessierte mit Migrationshintergrund in Calgary zu fördern und diese Gruppen über die Karrieremöglichkeiten bei der Stadt Calgary zu informieren“, sagte Frau Goldsmith.

Eine einzige Anlaufstelle für qualifizierte Zuwanderer

Das Projekt ist ein Riesenerfolg. Das ist teilweise auf die Arbeitsvermittlungsforen zurückzuführen – eine zentrale Anlaufstelle für neue kanadische Fachkräfte, die an einer Stelle bei der Verwaltung interessiert sind.

Üblicherweise bietet jedes Forum einen direkten Kontakt mit den Personalverantwortlichen der Stadtverwaltung von Calgary an. Ein solches Forum beginnt mit einer allgemeinen Präsentation zum Einstellungsverfahren. Anschließend informieren einzelne Personalverantwortliche darüber, wie sie ihre Tätigkeit in der Kommune ausüben. Im Laufe dieser Programme stellen die Personalverantwortlichen die Tätigkeitsfelder vor, in denen Arbeitsplätze angeboten werden, und ebenso, welche Qualifikationen und guten Eigenschaften gesucht werden.

Zum Schluss setzen sich die Personalverantwortlichen jeweils mit einem der Zuwanderer zusammen, und diese erhalten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. „Dies wird als eines der besten Angebote des Forums sehr geschätzt“, sagte Frau Goldsmith.

Sie erwähnte auch, dass der Rat für Zuwanderer hilft, die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und der Verwaltung auf diesen Foren zu koordinieren. „Wir versuchen immer zu gewährleisten, dass unsere Partner, die in den Bereichen Beschäftigung und Ansiedlung von Zuwanderern arbeiten, gleichberechtigt einbezogen werden“, sagte sie.

Arbeitgeberforen sind geplant

Bisher waren die Foren schwerpunktmäßig auf Fachkräfte mit Migrationshintergrund und Arbeitsberater für Zuwanderer ausgerichtet. Für die Zukunft hofft man, in die Partnerschaft auch Arbeitgeber einbeziehen zu können.

Ein „Arbeitgeberforum“ würde laut Goldsmith nach dem Modell der Immigrant Employment Partnership gestaltet und würde folgende Schwerpunkte setzen:

  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit: Die Arbeitgeber und die für Zuwanderer zuständigen Behörden würden sich die Leitung und die Verantwortung für die Ausbildung untereinander aufteilen.
  • Weitergabe von Fachwissen: Die für Zuwanderer zuständigen Behörden könnten wichtiges Wissen über Bewerbungsgespräche mit Migranten und die Analyse ihrer Lebensläufe vermitteln.
  • Kreativität: Teilnahme an Kontaktbörsen für Zuwanderer und Abbau der Hürden bei elektronischen Einstellungsverfahren.

„Die Partnerschaft ist ein so gut funktionierendes Modell, weil sie Lernmöglichkeiten bietet“, sagte Frau Goldsmith. „Lernen auf gleicher Ebene und sektorübergreifend hat für die Stadt als Arbeitgeber ziemlich viele Türen geöffnet. Unsere Einstellungsverfahren haben sich aufgrund unserer Partnerschaften sehr verbessert.“

Der Vorteil dieses komplexen Vorgehens bei der Einstellung von Zuwanderern liegt in der Verbesserung der Personaldienstleistungen bei der Stadt Calgary. Die Stadt verfügt nun online über Leitfäden für die Bewertung ausländischer Qualifikationen, die es Personalsachbearbeitern und Verantwortlichen für die Einstellung von Zuwanderern ermöglichen, im Ausland ausgestellte Zeugnisse rasch zu überprüfen.

„Mittlerweile herrscht ein viel stärkeres Bewusstsein dafür, welche Rolle im Ausland ausgestellte Zeugnisse beim Einstellungsverfahren spielen“, sagte Frau Goldsmith. „Vor der Bereitstellung dieser Informationen über unser Intranet wären Bewerber mit solchen Zeugnissen möglicherweise aussortiert worden.

Die Stadt Calgary hat mehr als 14.000 Angestellte.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Wenn Sie Arbeitsagenturen für Zuwanderer über den Arbeitskräftebedarf sowie das Einstellungs- und Prüfungsverfahren von Stellenbewerbern bei Ihrer Organisation informieren, können diese Ihnen geeignetere und besser vorbereitete Kandidaten vermitteln.
  • Durch das Angebot eines Forums, das mehrere Dienstleistungsagenturen für Zuwanderer zusammenbringt, erhalten Zuwanderer gleichzeitig Zugang zu den Behörden und zu Arbeitgebern wenden.
  • Wenn über Links auf der Seite mit den freien Stellen in Ihrer Organisation im Internet auf Leitfäden zur Überprüfung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Bildungsabschlüssen verwiesen wird, können sowohl Bewerber als auch Personalverantwortliche internationale Zeugnisse schnell überprüfen.

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