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Toronto, Kanada

Es richtig machen: Anwerbung von Polizisten unter Berücksichtigung des Vielfaltsgedankens

Toronto Police Service

December 21, 2012

Polizeidienstleistungen in Partnerschaft mit den vielfältigen Gemeinschaften der Stadt machen Toronto sicher

Wenn eine Organisation fortschrittlich und wettbewerbsfähig sein will, muss sie für die hellsten und kreativsten Köpfe attraktiv sein. Bei der Polizei heißt, besonders gut zu sein auch, in Gemeinschaften eine wichtige Rolle zu spielen, die immer häufiger aus Menschen verschiedener Länder, ethnischer und kultureller Herkunft und aus Menschen mit verschiedenen Erfahrungen bestehen.

Es zeichnet sich derzeit eine globale Tendenz dazu ab, die Vorteile von Vielfalt anzuerkennen, was auch öffentliche und private Institutionen allmählich begreifen. Immer mehr Polizeidienststellen erkennen, wie wichtig Vielfalt auch in ihren eigenen Reihen und für ihr Personalmanagement ist. Wenn Menschen für eine berufliche Position ein großes Erfahrungsspektrum mitbringen, dauert es nicht lange, bis sich positive Veränderungen bemerkbar machen.

Neue Wege beschreiten

Die Polizei von Toronto (Toronto Police Service – TPS) ist die größte kommunale Polizeidienststelle in Kanada und die zweitgrößte Polizeieinheit (nach der legendären Royal Canadian Mounted Police). Die Polizei in Toronto ist für eine äußerst vielfältige Bevölkerung zuständig. In der größten Stadt Kanadas werden mehr als 140 Sprachen und Dialekte gesprochen, und von einer Bevölkerung von 2,5 Millionen (5,5 Millionen in der Metropolregion Greater Toronto Area, GTA) gehören 40 Prozent einer erkennbaren Minderheit an.

2005, als der neu ernannte Polizeichef Bill Blair sein Amt antrat, spiegelte sich die wachsende Vielfalt der Bevölkerung in Toronto bei der Polizei nicht wider. Blair ging entschlossen vor und ernannte Keith Forde zum ersten schwarzen stellvertretenden Polizeichef. Forde bekam den Auftrag, die Organisation zu verändern. „Nicht, weil es moralisch richtig war“, erklärte Blair, „sondern weil es klug war. Es war ein Element guter Betriebsführung, und es sollte uns kompetenter und klüger machen. Außerdem waren wir so besser in der Lage, den Gemeinschaften, für die wir zuständig sind und für deren Schutz wir sorgen müssen, zu dienen.“

Heute wirbt der TPS in den sich durch Vielfalt auszeichnenden Gemeinschaften, für die er zuständig ist, aktiv für den Polizeidienst. Dabei werden die Bedeutung von Sprachkenntnissen, kultureller Kompetenz und Vielfalt der Sichtweisen betont. Da man weiß, dass es nicht ausreicht, einfach nur eine kulturell vielfältige Mischung von Polizeibeamten einzustellen, werden die Neulinge ermutigt, sich Erfahrungen und Kompetenzen anzueignen, die sie brauchen, um in leitende Positionen zu kommen. Seit 2005 ist der Anteil von Angehörigen erkennbarer Minderheiten um 86 Prozent gestiegen und der Anteil der Ureinwohner um 38 Prozent.

„Wir stellen Personal ein, bilden es aus und fördern es im Interesse der Bevölkerung der Stadt, in der wir Polizeidienst leisten“, sagte der stellvertretende Polizeichef Keith Forde.

Erfolg

2009 war Trisha Barbero, eine frisch gebackene Polizeibeamtin, eine der ersten drei Philippinerinnen, die beim TPS neu eingestellt wurden. Damit wurden neue Wege für Frauen aus Minderheiten beschritten.

„Es ist überwältigend“, sagte Frau Barbero, die sich als Hochschulabsolventin beworben hatte. „Ich war ziemlich überrascht, dass wir die ersten waren – man ahnt ja nicht, dass man auf diese Weise Teil der Geschichte wird.“

Frau Barberos Rekrutenjahrgang bestand aus 16 Prozent Frauen, 33 Prozent Angehörigen erkennbarer Minderheiten und 18 Prozent Personen mit vorheriger Polizei- oder militärischer Erfahrung. Insgesamt 60 Prozent sprachen andere Sprachen als Englisch, 22 Prozent zwei oder mehr Sprachen, beispielsweise amerikanische Zeichensprache, Kantonesisch, Farsi, Französisch, Hindi, Italienisch, Koreanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Tagalog und Tamilisch, um nur einige wenige Sprachen zu nennen.

Um angesichts wachsender Konkurrenz nur die Besten einzustellen und ihre führende Rolle im Polizeidienstbereich zu behalten, lässt sich die Einstellungsabteilung des TPS von einer neuen Strategie für Anwerbung, Einstellung und Kundenbeziehungen leiten. Zu den Elementen der Strategie zählen ein Botschafter-Programm, einen Medien- und Kommunikationsplan, Bewerbungsgespräche, die teils als Präsensgespräch und teils über elektronische Medien geführt werden, sowie ein verbessertes Betreuungs- und Einstellungskonzept.

Für die Zukunft setzt die Einstellungsabteilung des TPS vor allem auf Programme, die darauf abzielen, dass sich mehr Kandidaten mit kultureller Kompetenz bei der Polizei bewerben.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Wenn Sie mehr Vielfalt bei Ihren Beschäftigten erreichen wollen, beginnen Sie erst einmal mit einer Strategie.
  •  Definieren Sie das Einstellungsziel und die gewünschten Ergebnisse Ihrer Maßnahmen.
  • Ihre Vielfaltsstrategie muss von höchster Stelle unterstützt und angemessen finanziert werden.

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Kontakt:

Peter Sloly, Toronto Police Service
40 College Street
Toronto, Ontario, Canada,
M5G 2J3
peter.sloly@torontopolice.on.ca
http://www.torontopolice.on.ca

Peter Sloly - Policing for a New Demographic

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