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Richmond Hill, Kanada

Migranten mit Führungskompetenzen willkommen heißen

Stadtverwaltung von Richmond Hill

September 24, 2012

Eine wachsende Kommune ergreift Maßnahmen, um die Vertretung von Minderheiten in kommunalen Gremien zu verbessern.

Richmond Hill ist eine Mittelstadt 30 Kilometer nördlich von Toronto, die ihre multikulturelle Identität und ihren kommunalen Status quasi über Nacht erwarb. Früher einmal eine Kleinstadt, verdoppelte sich ihre Bevölkerung innerhalb von 20 Jahren auf 185.000 Einwohner. Aber damit nicht genug: Gleichzeitig stieg der Anteil der Angehörigen erkennbarer Minderheiten auf fast 50 Prozent. Dieser rasche Wandel schuf Herausforderungen sowohl für die Alteingesessenen (von denen sich ein Teil dem Wandel widersetzte) und für Neuankömmlinge (von denen viele angaben, sich nicht willkommen gefühlt zu haben).

Die Reaktion der Verantwortlichen in der Stadt war direkt und zielgerichtet. 2007 beschlossen sie einen neuen strategischen Plan mit einer Kernaussage: „Wir heißen Zuzügler willkommen.“ Um zu gewährleisten, dass alle Gruppen in der vielfältigen Einwohnerschaft gehört wurden, organisierte die Stadtverwaltung eine Reihe von Konsultationen einschließlich Tagen der offenen Tür, interethnischer Dialogforen, Wettbewerben für Jugendliche, Umfragen und informeller Debatten mit Sprechern verschiedener Gemeinschaften unter der Leitung von Bürgermeister Dave Barrow.

Mehr als 2.000 Einwohner beteiligten sich an der Ausarbeitung des Strategieplans 2009 der Stadt. Die Verantwortlichen erkannten jedoch, dass mehr notwendig war, um der Vielfalt in der Stadt umfassend Rechnung zu tragen sowie Richmond Hill und seine kommunale Selbstverwaltung inklusiver zu machen.

Einbeziehung des Projekts DiverseCity

Die Verantwortlichen erklärten es zur Priorität, aktiv auf die vielfältigen Gemeinschaften zuzugehen. Sie wollten gewährleisten, dass sich die durch große Vielfalt auszeichnende demografische Zusammensetzung der Einwohnerschaft in den Ausschüssen widerspiegelte. Die Verwaltung setzte sich deshalb mit dem Projekt DiverseCity on Board in Verbindung, um mit ihm zu erörtern, wie es Richmond Hill helfen könnte, Fortschritte bei der Verwirklichung dieses Ziels zu erreichen.

Das Projekt DiverseCity on Board (DoB) wurde 2005 von der Maytree Foundation mit der Zielsetzung ins Leben gerufen, der wachsenden Asymmetrie zwischen der Vielfalt der Einwohnerschaft von Toronto und der Zusammensetzung kommunaler Gremien entgegenzuwirken und dazu beizutragen, öffentliche Institutionen mit den talentierten Kräften in Verbindung zu bringen, die sie für wettbewerbsfähiges Wachstum und urbanen Wohlstand benötigen.

DoB erreicht dies, indem es qualifizierte ausgewählte Kandidaten aus erkennbaren Minderheiten und Zuwanderergemeinschaften für die Berufung auf hervorgehobene Positionen bei öffentlichen Behörden sowie in Gremien, Kommissionen, Ausschüssen und Wohltätigkeitsorganisationen ermittelt. Bislang hat DoB aus einer Liste von über 1.500 Kandidaten mehr als 600 Personen auf Positionen in Gremien und Ausschüssen vermittelt.

Einwohner für die kommunalen Ausschüsse anwerben

Um Kontakt zu Einwohnern von Richmond Hill aufzunehmen, die sich selbst bereits als eifrige und qualifizierte Ausschussmitglieder gemeldet hatten, ging die Stadtverwaltung auf der Grundlage ihres äußerst erfolgreichen Verfahrens für die Einbeziehung der Gemeinschaft für den Prozess der Berufung von Personen in Bürgerausschüsse frühzeitig eine Partnerschaft mit DoB ein.

Man beschloss, ein Tag der offenen Tür würde die Kontakte zu potenziellen Ausschussmitgliedern intensivieren und den Einwohnern gleichzeitig die Möglichkeit geben, mehr darüber zu erfahren, wie sie in der kommunalen Selbstverwaltung aktiv werden können. Alle Ratsausschüsse mit Bürgerbeteiligung nahmen an der Veranstaltung teil und waren dort jeweils mit einem Stand vertreten, an dem sie Informationen zu ihren Rollen und Aufgaben bereitstellten. Kommunale Behörden nahmen ebenfalls teil.

Am Stand von DoB erfuhren die Einwohner auch mehr über die beruflichen Vorteile der Mitgliedschaft in öffentlichen Gremien und Ausschüssen. Cathy Winter von DoB erinnerte sich: „Zusätzlich dazu, Personen auf unserer Liste persönlich kennenzulernen, konnten wir viele Leute über unser Programm für die Besetzung von Gremien informieren.“

Erfolg

Das neue Berufungsverfahren in Richmond Hill eröffnete Möglichkeiten für Bürger, die sich sonst vielleicht nie kommunalpolitisch engagiert hätten. Angehörige erkennbarer Minderheiten machen jetzt 22 Prozent der Mitglieder aller Bürgerausschüsse in der Stadt aus. 2010 würdigte DoB Richmond Hill für die Bemühungen der Stadt, Vielfalt in ihren Ausschüssen zu fördern und es zu einer Priorität zu erklären, Ausschussmitglieder mit unterschiedlicher Herkunft zu rekrutieren.

„Richmond Hill ist zu einer dynamischen multikulturellen Stadt mit einem hohen Bildungsstand geworden, die beispielhaft für die zukünftigen Veränderungen der Art und Weise ist, wie wir als eine Gemeinschaft funktionieren und aussehen werden“, sagte Bürgermeister Dave Barrow. Die Stadt setzt ihre Bemühungen fort, durch einen kontinuierlichen Einbeziehungsprozess den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen aller Einwohner gerecht zu werden.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Denken Sie daran, wessen Interessen Sie vertreten, und fragen Sie sich, ob Sie alles Mögliche tun, um Ihre Zielgruppe einzubeziehen und sich ihre Unterstützung zu sichern.
  • Finden Sie heraus, was Inklusion verhindert, wenn sich in Gremien nicht die Gemeinschaft widerspiegelt, für die Sie arbeiten.
  • Wenn es Gemeinschaften gibt, die in Ausschüssen unterrepräsentiert sind, sollten Sie aktiv Instrumente entwickeln, um auf sie zugehen zu können und ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen.

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Kontakt:

Town of Richmond Hill
225 East Beaver Creek Road
Richmond Hill, Ontario, Kanada,
L4B 3P4
officemayor@richmondhill.ca

Maytree