Planen

Madrid, Spanien

Öffentliche Räume für das Zusammenleben

Stadtverwaltung von Madrid

March 29, 2012

Ein Programm zur Wiederbelebung öffentlicher Räume soll interkulturelle Gemeinschaften zusammenbringen

Plätze. Jede Stadt und jede Kommune hat zumindest einen davon. Viele haben mehrere öffentliche Räume, wenn man Parks und Flaniermeilen, Flusspromenaden und Biergärten mitzählt, wo die Menschen zusammenkommen oder sich allein hinsetzen, um dem Treiben um sie herum zuzuschauen.

An diesen öffentlichen Räumen begegnen wir unseren Nachbarn am häufigsten: Wir sehen, wie ihre Hunde neue Bäume markieren, treffen jemanden, der ein paar Häuser weiter wohnt, hören zufällig mit, wie Freunde über Politik diskutieren oder Familien ihren nächsten Sonntagsausflug planen. Diese Gemeinschaftsflächen sind im wahrsten Sinne des Wortes und metaphorisch Orte, an denen Stadtbewohner zusammenkommen sollen und an denen Gemeinschaften erkunden, was sie verbindet.

Es verwundert daher nicht, dass die Stadtverwaltung von Madrid auf der Suche nach Möglichkeiten zur Integrationsförderung und Abmilderung der sozialen Veränderungen, die mit Anstieg der Zuwanderung einhergegangen waren, hierfür ein Konzept ausarbeitete, in dessen Mittelpunkt Madrids öffentliche Räume standen. In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil der Zuwanderer unter den Einwohnern Madrids verzehnfacht. Mehr als 17 Prozent der Bürger stammen heute aus dem Ausland, und zwar aus 183 unterschiedlichen Ländern.

2009 begann die Stadtverwaltung von Madrid ein Programm zur Wiederbelebung öffentlicher Räume, das konkret auf die Integration von Zuwanderern ausgerichtet war. Vor dem Hintergrund der spanischen Tradition, auf den Straßen und offenen Plätzen einer Stadt unter die Leute zu gehen, und angesichts der zunehmenden Nutzung dieser öffentlichen Räume durch Zuwanderer zielt das Programm auf die Förderung positiver Kontakte zwischen alteingesessenen und neuen Bewohnern Madrids aus allen Kulturen und auf die Entwicklung einer gemeinsamen Kultur auf der Grundlage der Nutzung öffentlicher Räume in der Stadt.

Gemeinsamkeiten, gemeinsam genutzte öffentliche Räume

Das Programm für öffentliche Räume ist Teil einer größeren Initiative, des Madrider Plans für soziales und interkulturelles Zusammenleben. Er wurde ursprünglich 2005 als der Plan für Zusammenleben mit einem Schwerpunkt auf ein konkretes Aktionsprogramm zum Thema Zuwanderung eingeführt, mit dem eine Reihe von Dienstleistungen zur Förderung der Integration und des Zusammenlebens aller Bürger etabliert wurde. Die zweite Phase begann vier Jahre später, und ihr wurden drei Basisprinzipien zugrunde gelegt:

„Das erste ist Universalität, das heißt, wir verpflichten uns, unsere Bemühungen auf alle Einwohner von Madrid unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer Rechtsstellung auszurichten. Ferner folgen wir den Prinzipien der aktiven Integration und des interkulturellen Zusammenlebens, die dem Umstand Rechnung tragen, dass die kommunalen Dienste das Phänomen der Zuwanderung in seiner gesamten Komplexität berücksichtigen müssen.“ – Vorwort

Mit dem Ziel, insbesondere das letztgenannte Element zu entwickeln, konzentriert sich der Madrider Plan „auf die Mechanismen und Maßnahmen, die über die bloße Aufnahme hinaus die vollständige und unbeschränkte Integration von Zuwanderern in die Gesellschaft von Madrid ermöglichen“. Zentraler Punkt dabei ist die Nutzung des öffentlichen Raums.

Eines der Ziele des Plans ist die Förderung des interkulturellen Austauschs zwischen neuen Nachbarn, indem ihnen ermöglicht wird, ihre traditionellen kulturellen Feste zu feiern, und Gelegenheiten geschaffen werden, um das Zusammenleben in öffentlichen Räumen auszuweiten, indem interkulturelle Begegnungen in Schulen, Parks, Sportstätten und anderen Institutionen der Stadt unterstützt werden.

Auf der Grundlage des Madrider Plans werden für öffentliche Räume in 21 Stadtbezirken Programme mit dem Ziel ausgearbeitet, das bürgerschaftliche Engagement anzuregen. In den Parks und auf den Plätzen von Madrid sind mehr als 50 Animateure in Diensten der Stadtverwaltung tätig, die für Aktivitäten werben, die „auf die Förderung nachbarschaftlichen Zusammenlebens ausgerichtet sind“.

Die Kontaktgruppe ist multidisziplinär, multikulturell und dafür ausgebildet, mit Gemeinschaften unterschiedlicher Herkunft zusammenzuarbeiten. Die Aktivitäten reichen von Ausstellungen über Rassismus und Feiern aus besonderem ethnischem oder religiösem Anlass bis zu Ligasport und intergenerationellen Seminaren. Jedes Jahr finden Hunderte von Veranstaltungen (440 allein zwischen Januar und Oktober 2010) mit mehreren zehntausend Teilnehmern statt.

Erfolg

Das Programm für die öffentlichen Räume von Madrid wurde in ganz Spanien anerkannt und wurde jüngst in staatliche Fallstudien zu guter Praxis in Großstädten aufgenommen. Es wurde auch vom Projekt für „offene Städte“ der Europäischen Union anerkannt.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Öffentliche Räume haben viele Erscheinungsformen von Parks und Plätzen in Städten über Unterführungen bis zu Bushaltestellen. Wurde in Ihrer Stadt überlegt, wie man diese Räume inklusiv und für alle Mitglieder der Gemeinschaft einladend gestalten kann?
  • Die Verwandlung öffentlicher Räume in Orte für das Zusammenleben der Gemeinschaft erfordert Anhörungen auf Gemeinschaftsebene, proaktive Kontaktaufnahme und Werbung.
  • Investieren Sie in Animateure, um das Bewusstsein für die Programme der Kommune in öffentlichen Räumen zu fördern und sicherzustellen, dass Ihr Projekt erfolgreich ist.

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Kontakt:

Anna Calamita, Ayuntamiento de Madrid Dirección General de Igualdad de Oportunidades Responsable Programas Inmigración
Madrid, España,
914.801.285
calamitapa@madrid.es
http://www.madrid.es/inmigracion

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