Leben

Edmonton , Kanada

Kein Rassismus in Edmonton

City of Edmonton

February 20, 2013

Ein kommunales Bekenntnis zur Bekämpfung von Rassismus eröffnet Möglichkeiten für den Dialog über Rasse, Vielfalt und Inklusion

In der zunehmend von Vielfalt geprägten Stadt Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta haben sich 24.000 Einwohner verpflichtet, sich aktiv gegen Rassismus in der Stadt einzusetzen. „Rassismus aus der Stadt zu verbannen, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg dazu, Edmonton zu einem Ort zu machen, an dem jeder gerne leben möchte“, erläuterte Ann Mah von der Schulbehörde in Edmonton.

Die Initiative bringt explizit die Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung zur Sprache, mit denen viele Einwohner von Edmonton konfrontiert sind, und hinterfragt damit den gesitteten kanadischen Diskurs über Multikulturalismus sowie den Gedanken, dass Rassismus in Kanada kein Problem mehr darstellt. Sie erklärt unmissverständlich, dass Rassismus inakzeptabel ist, und hat eine Plattform eingerichtet, um einen offenen Austausch über Rassismuserfahrungen zu ermöglichen und zu untersuchen, wie verbreitet diese Erfahrungen sind.

Als die Kanadische UNESCO-Kommission die Kanadische Koalition von Kommunen gegen Rassismus und Diskriminierung (Canadian Coalition of Municipalities Against Racism and Discrimination – CCMARD) ins Leben rief, war Edmonton eine der ersten Städte, die ihr beitraten. 2007 wurde als Ausdruck der Entschlossenheit der Stadtverwaltung zu handeln, die Initiative „Kein Rassismus in Edmonton“ (Racism Free Edmonton – RFE) gegründet und dem Büro des Stellvertretenden Stadtdirektors zugeordnet.

RFE ist eine Kooperation zwischen 16 Ämtern, Bildungseinrichtungen und Gemeinschaftsorganisationen, die engagiert mit dem Ziel zusammenarbeiten, in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Wohnraum, Medien, Polizei und Justiz sowie Jugendliche eine inklusive Gemeinschaft aufzubauen.

„Die Einwohner von Edmonton haben ihre Entschlossenheit bekräftigt, dass dies eine inklusive Stadt sein soll“, sagte Stadtrat Amarjeet Sohi. „Wir müssen zusammenarbeiten, um unsere strategischen Aktivitäten zur Ermittlung und Verhinderung von Diskriminierung fortzusetzen. Dies erfordert Mut und vor allem Partnerschaft.“

2010 startete RFE ihre Kampagne zur Bewusstseinsbildung unter dem Motto „Ich engagiere mich gegen Rassismus in Edmonton“. Partner verteilten Postkarten und Unterschriftenlisten in der ganzen Stadt, und Einwohner verpflichteten sich zu konkreten Maßnahmen zur Rassismusbekämpfung. Heute tauschen sich die Partner über Beispiele für gute Praxis aus, und RFE organisiert öffentliche Veranstaltungen und bietet Anti- Diskriminierungs-Schulungen für öffentliche Einrichtungen und Gemeinschaftsorganisationen wie die Polizei von Edmonton an. Wer dort eine führende Position bekleidet, hat bereits an einer solchen Schulung teilgenommen.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Führungskompetenz ist wichtig. Die Unterstützung einer einflussreichen Persönlichkeit wie des Bürgermeisters oder des Stadtdirektors kann den politischen Willen und die Ressourcen zuwege bringen, die Sie benötigen, um mit Ihrer Arbeit voranzukommen.
  • Konsultieren Sie vor und nach der Kampagne die Gemeinschaft, um aktuelle Anliegen und Lokalpersönlichkeiten zu ermitteln, die helfen können, die Reichweite und die Wirkung Ihrer Arbeit zu vergrößern.
  • Benennen Sie das Problem, dem Sie sich widmen möchten. Die Erfahrungen von Menschen explizit zu berücksichtigen und Möglichkeiten zu schaffen, darüber reden zu können, kann ein wirksamer Weg dafür sein, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen.
  • Berichten Sie über Ihre Fortschritte leicht verständlich und in zugänglichen Formaten, um sicherzustellen, dass möglichst viele in der Gemeinschaft davon erfahren.

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Kontakt:

Kaylin Betteridge, Racism Free Edmonton
8th Floor CN Tower, 10004-104 Avenue
Edmonton, Alberta, Canada,
T5J 0K1
Kaylin.Betteridge@edmonton.ca
http://www.racismfreeedmonton.ca/index.php



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