Leben

Vancouver, Kanada

Das Projekt „Dialoge“ in Vancouver

City of Vancouver

April 12, 2013

Zunehmendes interkulturelles Verständnis und engere Verbindungen zwischen Ureinwohner- und Zuwanderergemeinschaften

Die ersten chinesischen Zuwanderer in Vancouver bezeichneten Kanada als einen Ort der unbegrenzten Möglichkeiten – den „Goldberg“. Weniger bekannt ist, dass viele kanadische Indianer ihm in ihren Legenden den Namen „Schildkröteninsel“ gaben. Als eine der drei Gründernationen Kanadas kommen die Ureinwohnergemeinschaften in Gesprächen über Vielfalt und Kanadas offizielle multikulturelle Politik kaum vor. Zuwanderergemeinschaften haben wenig Gelegenheit zum Dialog und halten häufig an datierten Stereotypen fest. Dennoch haben beide Gruppen vieles gemeinsam: eine reiche kulturelle Geschichte ebenso wie die Erfahrung von Vertreibung, Rassismus und außerhalb des Mainstreams zu leben.

In Vancouver, dessen Einwohner fast zur Hälfte im Ausland geboren wurden, sind Zuwanderer und Angehörige von Ureinwohnervölkern die beiden demografischen Gruppen, die am raschesten wachsen. Im Rahmen ihrer Bemühungen um einen neuen Ansatz zu Vielfalt in der Stadt und zu ihrer multikulturellen Identität verabschiedete die Stadtverwaltung von Vancouver 2007 einen Zuwanderungsplan, der die Bedeutung von Indianern und in Städten lebenden Ureinwohnern anerkannte. 2010 wurde das innovative Projekt „Dialoge“ mit dem Ziel ins Leben gerufen, „Verständnis und eine enge Beziehung zwischen indigenen und Zuwanderergemeinschaften und der Stadtverwaltung“ zu fördern.

Das von der Abteilung Sozialplanung in Zusammenarbeit mit 27 Gemeinschaftspartnern entwickelte Projekt „Dialoge zwischen Gemeinschaften von Indianern, in Städten lebenden Ureinwohnern und Zuwanderern in Vancouver“ zielt darauf ab, durch Aktivitäten wie Dialogzirkel, Forschung auf Gemeinschaftsebene sowie je ein Programm für Jugendliche und Ältere „gegenseitiges Verständnis und gegenseitigen Respekt“ zu fördern. Maßnahmen für kulturellen Austausch eignen sich ganz besonders für die Erforschung neuer und gemeinsamer Erfahrungen. Die Stämme der Musqueam und der Tsleil-Waututh heißen Besucher in ihren Reservaten willkommen, ebenso die chinesischen, jüdischen und ismailitischen Gemeinschaften, und Indianer- und Maya- Gemeinschaften kommen zusammen, um sich über traditionelle Heilpraktiken auszutauschen.

Der Erfolg des Projekts „Dialoge“ inspirierte andere Akteure. Das Programm der Schulbehörde von Vancouver für Neuankömmlinge hat ein eigenes Projekt für kulturellen Austausch begonnen, in dessen Rahmen mehr als 200 Familien die Verbindungen zwischen den Ureinwohnergemeinschaften und der chinesischen Gemeinschaft untersuchen. Die Stadtverwaltung von Vancouver plant zudem einen neuen Online-Leitfaden über Indianer für Neuankömmlinge, den ersten seiner Art (Vorstellung geplant für 2014).

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Glauben Sie an Ihre Ideen. Neue und nicht erprobte Ideen sind aussichtsreich, solange Sie Mühe darauf verwenden, das Projekt gut zu organisieren, zu planen und durchzuführen.
  • Schaffen Sie ein sicheres und respektvolles Umfeld für den persönlichen Austausch. Es braucht Zeit, eine Vertrauensatmosphäre herbeizuführen, die es Teilnehmern ermöglicht, über ihre Erfahrungen zu berichten.
  • Um die Qualität und die Wirkung der Einbindung der Gemeinschaft zu verbessern, muss die Projektführung für die Werte und die Kultur der Teilnehmer und Gemeinschaftsorganisationen eintreten.

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Kontakt:

Baldwin Wong, City of Vancouver
Woodward’s Heritage Building
Suite 501 – 111 West Hastings Street
Vancouver, British Columbia, Canada,
V6B 1H4
baldwin.wong@vancouver.ca
http://vancouver.ca/

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