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London , Vereinigtes Königreich

Die ganze Welt in einer Stadt: die Strategie für Vielfalt und Inklusion für die Olympischen Spiele

Organisationskomitee für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2012 (LOCOG)

May 31, 2012

Olympische Spiele für alle durch faire, für alle offene Geschäftsbeziehungen gewährleisten

Photo Credit : London 2012

Während des Bewerbungsprozesses für die Olympischen Spiele 2012 beschrieb der frühere Londoner Bürgermeister Ken Livingstone London als „die ganze Welt in einer Stadt“. In der Bewerbung, mit der London gewann, wurden der Multikulturalismus und die Vielfalt der Stadt als besondere Stärken herausgestellt. Gleichzeitig wurde versprochen, die Olympischen Spiele mit den wenigsten Beschränkungen durchzuführen, die es je gab.

Um für die Eröffnungszeremonie gerüstet zu sein, wird das Londoner Organisationskomitee für die Olympischen und Paralympischen Spiele (LOCOG) etwa 200.000 Menschen einstellen. Das LOCOG ist dafür verantwortlich, dass die Stadt ihre Versprechungen im Hinblick auf Vielfalt einhält. Der Prozess der Beteiligung muss daher fair und für alle Londoner offen gestaltet werden.

Das Vielfaltsversprechen des LOCOG

In der Strategie für Vielfalt und Inklusion des LOCOG von 2008 wird betont, dass Vielfalt und Inklusion ein „wesentlicher Teil des Geschäftslebens“ sein sollten, damit eine Arbeitskultur entsteht, in der sich jeder willkommen und respektiert fühlt. Die LOCOG-Strategie bringt diese Werte in alle Aspekte der alltäglichen Aktivitäten des Komitees ein – von der Personaleinstellung über die Kommunikation und die Entscheidungsfindung bis hin zur Beschaffung.

Für die LOCOG-Strategie ist ihre Charta für Vielfalt und Inklusion von entscheidender Bedeutung. Sie enthält das folgende Versprechen für Zulieferer: „Es wird einfach sein, mit uns Geschäfte abzuschließen, wir werden transparent sein, und wir werden Vielfalt und Inklusion bei jeder Firma fördern, mit der wir geschäftlichen Kontakt haben.“ In dieser Charta wird die Verpflichtung der Londoner Stadtregierung (Greater London Authority – GLA) zu einem sozial verantwortungsbewussten Beschaffungswesen weiterverfolgt. Ex-Bürgermeister Livingstone nannte eine solche Politik „eine entscheidende Gelegenheit, über die Art und Weise, wie wir unsere Güter, Arbeiten und Dienstleistungen kaufen, die Lebensqualität aller Londoner zu verbessern.“

Das LOCOG veröffentlicht alle Verträge, Ausschreibungen und Geschäftsangebote bei CompeteFor, einer Online-Auftragsbörse, bei der sich jede Firma registrieren lassen kann. Durch die Transparenz und Zugänglichkeit des Beschaffungsprozesses des LOCOG wird die Lieferkette offener, und der Zugang für kleine oder von Minderheiten geführte Betriebe wird erleichtert. Mehr als 25 Prozent der Betriebe in London sind im Besitz von Schwarzen sowie Angehörigen von Minderheiten und ethnischen Gruppen.

Das LOCOG fördert aktiv die Vielfalt bei den Zulieferern, indem es diese ermutigt, Subunternehmerverträge bei CompeteFor einzustellen beziehungsweise bei jedem potenziellen Auftragnehmer zu überprüfen, ob er eine Unternehmenspolitik vertritt, die allen gleiche Chancen einräumt. Zulieferer werden auch ersucht, die Online-Bewertung „Diversity Works for London“ auszufüllen, bei der die betrieblichen Leistungen im Hinblick auf Vielfalt und Inklusion gemessen werden. DWFL ist ein vom Bürgermeister aufgelegtes Programm, das Betriebe dazu ermutigt und dabei unterstützt, die Vorzüge von Londons Vielfalt zu erkennen. Eine Reihe von Maßnahmen zur Unternehmensförderung tragen dazu bei, dass die Betriebe ihre Leistungen durch ein strategisches Management von Vielfalt verbessern. Das LOCOG gehörte zu den frühen Nutzern dieses Angebots und war die erste Organisation, die 2009 vom Londoner Bürgermeister im Rahmen des Programms für ihre Vielfaltspraxis ausgezeichnet wurde.

Im Hinblick auf die Einstellung von Personal gibt das LOCOG-Ausbildungsprogramm „Personal Best“ auch Gruppen, die in der Belegschaft unterrepräsentiert sind, eine Chance und verhilft ihnen zu langfristigen, dauerhaften Arbeitsplätzen. Von April bis Dezember 2010 erhielten 1.164 Personen Unterstützung von Personal Best, von denen 47 Prozent einer ethnischen Minderheit angehörten.

Erfolg und Anerkennung

Die Charta für Vielfalt und Inklusion des LOCOG wird von der Commission for a Sustainable London als „mutiger und potenziell bahnbrechender Versuch“ bezeichnet, „das Problem der Vielfalt in der Zulieferkette zu lösen“. 2011 waren mehr als 134.000 Betriebe bei CompeteFor registriert. 38.683 hatten ihren Sitz in London, wie das in asiatischem Besitz befindliche Busunternehmen RedLine Bus Company aus Bedford, das Fahrzeuge für die Spiele liefert. Von diesen Unternehmen waren 17,7 Prozent im Besitz von Angehörigen ethnischer Minderheiten, 20,3 Prozent wurden von Frauen geführt, 1,7 Prozent gehörten Behinderten und 2 Prozent Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung.

Das LOCOG-Personal unterstützt die Charta enthusiastisch. Ein Angestellter der Personalabteilung sagte: „London kann sehr stolz darauf sein, dass diejenigen, die im Hintergrund agieren, aus genauso vielfältigen Kulturen stammen, wie die lokalen Gemeinschaften, die diese Stadt so fantastisch machen.“

LOCOG arbeitet weiterhin mit Partnern in der britischen Regierung und dem Team für Rio 2016 zusammen, wobei man sich die Ziele gesetzt hat, im Sportsektor führend dabei zu sein, Inklusionspolitik zu betreiben, an sich selbst höchste Ansprüche zu stellen und auch nach 2012 weiter so zu verfahren.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • Wenn politische Maßnahmen für Inklusion und Vielfalt in Wirtschaft und Geschäftsleben der Stadt verankert sind, ist es wahrscheinlicher, dass Arbeitgeber, Zulieferer und Auftragnehmer sich tatsächlich daran halten.
  • Charten für Inklusion und Vielfalt bei Zulieferbetrieben werden besonders wirksam sein, wenn Transparenz und Rechenschaftslegung Teil der Umsetzungsstrategie sind.
  • Zielvorgaben und Indikatoren zur Bewertung der Leistung tragen dazu bei, Inklusion allgemein zu berücksichtigen, da die Ziele für Vielfalt auf diese Weise greifbar und messbar werden. Erkennen Sie Ihre Erfolge im Hinblick auf Vielfalt, indem Sie auch andere daran teilhaben lassen.

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Kontakt:

Stephen Frost, The London Organising Committee of the Olympic Games and Paralympic Games Ltd (LOCOG)
One Churchill Place
Canary Wharf
London, Vereinigtes Königreich,
E14 5LN
diversity&inclusion @ london2012.com
http://www.london2012.com/



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