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Auckland, Neuseeland

Das Zwei-Flüsse-Projekt: gemeinsamer Einsatz für ökologische Nachhaltigkeit

Waitakere City Council

March 24, 2011

Zusammenarbeiten zugunsten gesunder Flüsse und starker Gemeinschaften: Aufbau einer nachhaltigen Zukunft

Flüsse sind die Lebensadern unseres Planeten und sind generell Anziehungspunkte für die Menschen, die an oder nahe ihnen leben.

Das Zwei-Flüsse-Projekt hat sich diesen Umstand zunutze gemacht und daraus sein Motto abgeleitet: „Zusammenarbeiten zugunsten gesunder Flüsse und starker Gemeinschaften: Aufbau einer nachhaltigen Zukunft.”

Das Zwei-Flüsse-Projekt ist eine innovative Gemeinschaftsinitiative, die unterschiedliche Gruppen hinter dem gemeinsamen Ziel vereint, Flüsse vor Ort zu sanieren und zu regenerieren. Diese facettenreiche Initiative überwindet erfolgreich kulturelle Gräben und unterstützt einen nachhaltigen Gemeinschaftsentwicklungsansatz zu drängenden und lokalen Umweltproblemen wie Regenwassermanagement, Gewässerrestaurierung und Umweltverschmutzung.

Standort des Zwei-Flüsse-Projekts ist Waitakere City, einer der sieben Bezirke im Großraum der neuseeländischen Hauptstadt Auckland mit fast 200.000 Einwohnern aus verschiedenen Kulturkreisen. Beispielsweise ordnen sich 16 Prozent der Einwohner als Asiaten, 15 Prozent als Angehörige von Pazifikvölkern, 13 Prozent als Maori und 10 Prozent in die Rubrik „Andere” ein. 34 Prozent wurden im Ausland geboren, und nach Englisch ist Samoanisch die am häufigsten gesprochene Sprache.

Gemeinschaften an zwei Flüssen kümmern sich um diese Flüsse

56 Kilometer Flussufer mitten in Waitakere City sind Gegenstand des Zwei-Flüsse-Projekts (wichtigste Fakten und Zahlen).

Ausgehend vom Ziel der Wiederherstellung des gesunden Zustands dieser lokalen Wasserläufe knüpft das Zwei-Flüsse-Projekt interkulturelle Beziehungen, indem es lokale Gruppen ermutigt, Verantwortung für die Suche nach und die Durchführung von Lösungen für die Probleme entlang der Flüsse zu übernehmen. Das Ergebnis war eine Stärkung des Gemeinschaftssinns und des Zusammengehörigkeitsgefühls. Hemi, ein Ortsansässiger, erläuterte: „Man lernt seine Nachbarn besser kennen. … Man macht die Erfahrung, dass man nicht allein ist und dass wir uns hier gegenseitig ‚awhi‘ und ‚taitoka‘ (unterstützen und ermuntern).”

Hintergrund

Das Zwei-Flüsse-Projekt ist das Ergebnis einer 2003 gegründeten Partnerschaft zwischen dem Stadtrat und den Einwohnern als Teil des Eco-City-Programms für Waitakere City. Mittel in Höhe von 39,5 Millionen neuseeländischer Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren (2003 – 2012) ermöglichten den Ankauf von 100 Grundstücken in dem Gebiet mit einem Hochwasserwiederkehrintervall von 100 Jahren zur Wiederherstellung des natürlichen Ablaufs der Gewässer sowie die Bepflanzung von 56 Uferkilometern zur Schaffung eines natürlichen Filters für ablaufendes Regenwasser vor dessen Eintritt in die Flüsse.

Mit dem Ziel, die örtliche Gemeinschaft einzubinden und ein Verantwortungsgefühl im Hinblick auf diese Anliegen zu erzeugen, nahm der Stadtrat Kontakt zu bestehenden Gemeinschaftsgruppen auf, um sie an konkreten Aktivitäten wie der Flussrestaurierung, der Bepflanzungsplanung mit ökologisch korrekt gewonnenen einheimischen Pflanzen, Unkrautentfernung, Abfallbeseitigung und der Schaffung von Lebensräumen für umgesiedelte einheimische Tierarten zu beteiligen.

Ein kultiviertes Umfeld

Die Nutzung bildender Kunst zur Erweiterung und Verschönerung von Baumaßnahmen im Lebensraum der Gemeinschaften ist ein weiterer besonderer Aspekt des Zwei-Flüsse-Projekts. Beispielsweise schufen sechs örtliche Gemeinschaftsgruppen zusammen eine Skulptur als Symbol für die kulturelle Vielfalt beim Zwei-Flüsse-Projekt. Janet Holt, die Kunstkoordinatorin des Zwei-Flüsse-Projekts, erläuterte, dass das Projekt immer interessanter geworden ist und ein Eigenleben entwickelt hat. „Dies ist Gemeinschaftsengagement in seiner reinsten Form. All diese Gruppen arbeiten zusammen, um ihre Ideen in das Gesamtkonzept einzubringen.”

Die resultierende Skulptur spiegelt diese Vielfalt wider. Der Leitgedanke der Skulptur ist das Thema Wachstum: Wachstum in der Natur, von Menschen, Pflanzen, Gemeinschaften und Kulturen im Umfeld der Flüsse. Für das umlaufende Band an der Basis der Skulptur wurden traditionelle Maori-Muster verwendet und bei der zentralen Säule Muster der kroatischen Gemeinschaft, während die großen Blätter und der Vogel an der Spitze mit Mosaiken verziert sind, die auf pazifische Muster zurückgehen.

Erfolg

Durch die kreative Verpflichtung einer Gemeinschaft auf ein gemeinsames konkretes Anliegen, das buchstäblich in ihrem Hinterhof lag, wurde das Zwei-Flüsse-Projekt zu einem Knotenpunkt, um Ortsansässige mit dem Stadtrat und ihren Nachbarn zusammenzubringen, und zu einer Möglichkeit, neu angesiedelte Migranten zu ermuntern, mehr Verantwortung zu übernehmen und ein Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer neuen Heimat zu entwickeln.

2007 wurde dem Zwei-Flüsse-Projekt internationale Anerkennung zuteil, als es in die Liste der Finalisten für die Vergabe des International Thiess River Prize aufgenommen wurde. Außerdem erhielt es eine besondere Empfehlung in der Kategorie „Nachhaltige städtische Gemeinschaften” bei der Verleihung der Nachhaltigkeitspreise der Regionalverwaltung von Auckland.

Der Erfolg des Zwei-Flüsse-Projekts trug auch dazu bei, mehrere andere Projekte wie eine Demonstration nachhaltiger Haushaltsführung oder den Garten mit essbaren Pflanzen in Millbrook auf den Weg zu bringen, und führte zudem zu Veränderungen bei der Leitung und dem Betrieb von Vision Waitakere Gardens, einer an die Flüsse angrenzenden Seniorenwohnanlage.

Damit das auch bei Ihnen funktioniert:

  • La façon innovatrice par laquelle le projet Twin Streams a uni la communauté locale autour d'un problème plus ample que la culture, la langue ou la religion est ce qui a fait son succès
  • Quand on contacte les groupes communautaires et on leur donne des responsabilités et des activités spécifiques pour certains lieux, cela encourage le sens de propriété et d'investissement dans le projet.
  • Demandez-vous si votre préconisation pour l'environnement atteint les communautés ethniques et les nouveaux immigrants. Augmentez votre impact en incluant tous les membres de la communauté visée.
  • Mettez en évidence les bénéfices auxiliaires de votre projet sur l'environnement afin d'atteindre un plus grand public et de nouvelles sources de financement; tels que, par exemple, les changements de qualité de vie qui améliorent la santé, le bien-être et la participation.

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